Am 15. und 16. September führte uns die 9. MDH-NBB Juniorentagung nach Berlin. Zwei Tage voller neuer Impulse, intensiver Gespräche und persönlichem Austausch unter jungen Unternehmern und angehenden Führungskräften.
Im Mittelpunkt standen zwei Themen, die für unsere Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen: Social Media als Vertriebs- und Marketinginstrument sowie moderne Personalführung und Kommunikation.
Social Media: Kontinuität und Persönlichkeit zählen
Eine zentrale Erkenntnis: Wer über Social Media nachhaltig Reichweite und Vertrauen aufbauen möchte, muss kontinuierlich sichtbar sein. Einzelne Beiträge erzielen ähnlich wie eine einmalige Flyer-Aktion nur begrenzte Wirkung.
Der Praxis-Tipp: Social Media fest einplanen und beispielsweise ein bis zwei Tage im Monat gezielt für die Contentproduktion reservieren.
Die passenden Themen liefert häufig das eigene Tagesgeschäft. Fragen, die Kunden täglich im Verkauf stellen, können direkt als Content genutzt werden: Welcher Boden eignet sich fürs Badezimmer? Was unterscheidet Laminat von Parkett? Welches Holz ist für eine Terrasse geeignet?
Genauso wichtig ist es, selbst vor die Kamera zu treten. Wer persönlich erklärt, Fachwissen vermittelt und Einblicke in den eigenen Betrieb gibt, schafft Nähe und verleiht dem Unternehmen ein Gesicht. Dabei geht es nicht um perfekt produzierte Videos, sondern um Authentizität, Persönlichkeit und Fachkompetenz.
So wird die tägliche Fachberatung ins Digitale verlängert und Vertrauen aufgebaut, bevor der Kunde überhaupt die Ausstellung oder den Fachmarkt betritt.
Führung: Sich selbst verstehen, um andere besser zu führen
Beim Workshop „Boxenstopp Führung“ stand die Frage im Mittelpunkt: Wie führe ich eigentlich – und warum führe ich so?
Mit dem Modell „Kopf, Herz, Hand“ wurde deutlich, wie unterschiedlich Führungskräfte Situationen angehen und wie wichtig es ist, die eigenen Verhaltensmuster zu kennen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Selbstbild und Fremdbild. Denn nicht allein die eigene Absicht zählt, sondern das, was beim Gegenüber tatsächlich ankommt. Drei einfache Fragen können dabei bereits viel bewirken:
• Was ist bei dir angekommen?
• Wie siehst du die Situation?
• Was brauchst du von mir?
Anhand realer Situationen aus dem Unternehmensalltag wurden schwierige Führungsgespräche diskutiert und Lösungsansätze entwickelt. Im Fokus standen dabei Klarheit, Kommunikation und Feedback.
Die zentrale Botschaft des „Boxenstopps“: Nicht alles auf einmal verändern, sondern eine konkrete Erkenntnis mitnehmen und direkt im eigenen Führungsalltag umsetzen.
Das Herzstück: Austausch und Netzwerk
Neben den fachlichen Impulsen bleibt der persönliche Austausch das Herzstück der Juniorentagung. Workshops, gemeinsame Gespräche und das Abendprogramm mit „What A Game“ und anschließendem Abendessen boten viel Raum, voneinander zu lernen, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Verbindungen zu vertiefen.
Viele Herausforderungen im Unternehmensalltag ähneln sich und häufig entsteht eine gute Idee für den eigenen Betrieb im Gespräch mit jemandem, der vor einer ganz ähnlichen Aufgabe steht.
Vielen Dank an alle Teilnehmer für zwei intensive Tage, den offenen Austausch und die vielen neuen Impulse in Berlin. Wir freuen uns bereits auf die nächste MDH-NBB Juniorentagung!
