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6 Zahlungsmethoden, die jeder Online-Händler in Deutschland anbieten sollte – und warum

Für viele Onlinehändler in Deutschland ist PayPal der naheliegende Ausgangspunkt. Millionen von Verbrauchern kennen den Dienst, vertrauen ihm und erwarten ihn im Checkout. Entsprechend zählt PayPal für viele Onlineshops bereits heute zu den meistgenutzten Zahlungsmethoden.

Doch so beliebt PayPal auch ist – eine einzige Zahlungsmethode kann nicht jede Kaufsituation abdecken.

Kunden kaufen über unterschiedliche Endgeräte ein, bringen unterschiedliche Erwartungen und Vertrauensniveaus mit und tätigen Einkäufe in ganz verschiedenen Größenordnungen. Wer spontan mobil bestellt, hat andere Anforderungen als jemand, der eine hochpreisige Anschaffung sorgfältig abwägt. Internationale Kunden erwarten zudem häufig Zahlungsmethoden, die in Deutschland kaum verbreitet sind.

 

Ein leistungsfähiger Checkout basiert deshalb nicht auf einer einzelnen Zahlungsmethode, sondern auf einem durchdachten Portfolio. Entscheidend ist die richtige Kombination aus etablierten, schnellen, flexiblen und lokal relevanten Zahlungsoptionen. Für Händler ist das weit mehr als eine operative Entscheidung im Checkout – es ist ein zentraler Bestandteil der Conversion-Strategie.

Payments sind eine strategische Geschäftsentscheidung.
Wenn Händler ihren Onlinehandel optimieren, stehen häufig Sortiment, Preise, Marketingkampagnen oder die Kundengewinnung im Fokus. Payments werden dagegen oft als rein operativer Schritt am Ende des Kaufprozesses betrachtet. Tatsächlich entscheidet die Payment-Ebene jedoch maßgeblich darüber, ob sich der gesamte Aufwand davor in Umsatz verwandelt oder nicht.

Ein durchdachtes Payment-Portfolio unterstützt vier zentrale Geschäftsziele:
•    Conversion: Können Kunden mit einer Zahlungsmethode bezahlen, die sie kennen und der sie vertrauen?
•    Durchschnittlicher Bestellwert: Erleichtern flexible Zahlungsoptionen größere Einkäufe?
•    Wirtschaftlichkeit: Welche Kosten verursacht jede erfolgreich abgewickelte Transaktion?
•    Operative Effizienz: Wie hoch ist der Aufwand für Integration, Überwachung, Abstimmung und Support der Payment-Prozesse?

Das Ziel besteht nicht darin, ausschließlich die niedrigsten Transaktionsgebühren zu erzielen. Eine günstige Zahlungsmethode bietet wenig Mehrwert, wenn Kunden sie nicht nutzen möchten. Umgekehrt kann eine Zahlungsmethode mit hoher Conversion unnötige Komplexität verursachen, wenn sie zusätzliche Integrationen, Verträge, Dashboards und Reporting-Prozesse erfordert. Die entscheidende Frage lautet daher: Welchen Mehrwert schafft jede Zahlungsmethode über den gesamten Zahlungsprozess hinweg?

Denk in Kaufsituationen – nicht in Payment-Logos.

Stell dir zwei Onlineshops vor. Der eine bietet ausschließlich PayPal an. Das andere kombinierte PayPal mit Kredit- und Debitkarten, Apple Pay, Google Pay und passenden Buy Now, Pay Later-Optionen. Auf den ersten Blick sieht der zweite Checkout einfach nach mehr Auswahl aus. Tatsächlich steckt aber deutlich mehr dahinter.

Jede Zahlungsmethode spricht eine andere Kaufsituation an:
•    Stammkunden möchten schnell mit PayPal bezahlen.
•    Internationale Kunden erwarten Kartenzahlung.
•    iPhone-Nutzer bevorzugen Apple Pay.
•    Android-Nutzer möchten genauso schnell mit Google Pay bezahlen.
•    Kunden mit einem höheren Warenkorb wünschen sich die Flexibilität von Buy Now, Pay Later.

Genau darin liegt der Kern einer erfolgreichen Payment-Portfolio-Strategie: Jede Zahlungsmethode erfüllt einen klar definierten Zweck und unterstützt eine konkrete Kaufentscheidung.

Dieses Payment-Portfolio würden wir heute für einen Onlineshop in Deutschland zusammenstellen.

Den einen idealen Zahlungsmethoden-Mix gibt es nicht. Produktsortiment, durchschnittlicher Warenkorb, Zielgruppe, Vertriebskanäle und internationale Märkte beeinflussen, welche Zahlungsoptionen sinnvoll sind. Für viele E-Commerce-Unternehmen mit Schwerpunkt auf dem deutschen Markt bietet das folgende Portfolio jedoch eine solide Grundlage.

1. PayPal für Vertrauen und Vertrautheit
PayPal zählt zu den wichtigsten Zahlungsmethoden im deutschen E-Commerce. Millionen von Kunden nutzen den Dienst bereits, kennen den Checkout-Prozess und verbinden ihn mit einem hohen Maß an Sicherheit. Deshalb gehört PayPal für die meisten Onlineshops in Deutschland zur Grundausstattung. Gleichzeitig sollte die gesamte Checkout-Strategie nicht ausschließlich auf einer einzigen Zahlungsmethode beruhen.

2. Kredit- und Debitkarten für maximale Reichweite
Kredit- und Debitkarten sind unverzichtbarer Bestandteil eines modernen Checkouts. Sie werden weltweit akzeptiert und sind insbesondere für internationale Kunden von zentraler Bedeutung. Während PayPal für Vertrauen sorgt, schaffen Karten Reichweite. Wer die wichtigsten Karten unterstützt, stellt sicher, dass Kunden unabhängig von ihrer bevorzugten Zahlungsmethode bezahlen können.

3. Apple Pay für einen schnellen mobilen Checkout
Die Eingabe von Kartennummer, Ablaufdatum und Sicherheitscode auf einem Smartphone kostet Zeit und erhöht die Abbruchwahrscheinlichkeit. Apple Pay ersetzt diesen Prozess durch einen nativen Bezahlvorgang auf dem Gerät. Berechtigte Nutzer können ihren Kauf innerhalb weniger Sekunden bestätigen – ein entscheidender Vorteil, da der Großteil des Traffics vieler B2C-Onlineshops inzwischen über mobile Endgeräte erfolgt.

4. Google Pay für Android-Nutzer
Dasselbe Prinzip gilt für Google Pay. Android-Nutzer können ohne manuelle Eingabe ihrer Kartendaten schnell und komfortabel bezahlen. Kunden denken nicht über Payment-Optimierung nach. Sie merken lediglich, ob sich ein Checkout einfach und intuitiv anfühlt. Die Unterstützung beider führenden Mobile Wallets sorgt für ein konsistentes Nutzererlebnis – unabhängig vom verwendeten Gerät.

5. Buy Now, Pay Later für mehr Flexibilität
Mit steigenden Warenkörben wächst häufig auch die Kaufzurückhaltung. Buy Now, Pay Later-Lösungen geben Kunden mehr Flexibilität und erleichtern größere Anschaffungen. Angebote wie PayPal Pay Later oder Klarna können deshalb insbesondere bei höherpreisigen Produkten einen wichtigen Beitrag zur Conversion leisten. Dabei geht es nicht darum, Kunden zu einer Finanzierung zu bewegen. Vielmehr sollten Händler ihnen ermöglichen, einen passenden Zahlungsplan zu wählen. Wie bei jeder Zahlungsmethode gilt auch hier: Transparente Bedingungen und ein verantwortungsvoller Einsatz sind entscheidend.

6. Lokale Zahlungsmethoden für internationale Expansion
Zahlungsgewohnheiten unterscheiden sich von Markt zu Markt erheblich. Ein Checkout, der für Kunden in Deutschland selbstverständlich wirkt, kann in anderen europäischen Ländern unvollständig erscheinen. Beispiele:
•    In den Niederlanden wird häufig iDEAL erwartet.
•    In Belgien gehört Bancontact zu den bevorzugten Zahlungsmethoden.
•    In Österreich ist eps weit verbreitet.
•    In Polen zählt BLIK zu den wichtigsten Zahlungsoptionen.

Lokale Zahlungsmethoden sollten nicht allein deshalb aktiviert werden, weil sie verfügbar sind. Entscheidend ist, ob sie zu den Märkten passen, in denen du aktiv bist oder künftig wachsen möchtest. Eine vertraute lokale Zahlungsmethode kann Unsicherheit reduzieren und genau in dem Moment Vertrauen schaffen, in dem potenzielle Kunden ihre Kaufentscheidung treffen.

Der beste Checkout bietet die richtige Auswahl, nicht die größte.

Ein umfassendes Angebot an Zahlungsmethoden bedeutet nicht, jede verfügbare Option jedem Kunden anzuzeigen. Im Gegenteil: Ein überladener Checkout erschwert Entscheidungen und kann die Conversion negativ beeinflussen. Ziel ist daher nicht maximale Auswahl, sondern die 

Analysiere dein Payment-Portfolio regelmäßig anhand von Kunden- und Transaktionsdaten. Berücksichtige dabei unter anderem, welche Endgeräte deine Kunden nutzen, aus welchen Märkten sie kommen, wie sich Warenkörbe unterscheiden und welche Zahlungsmethoden tatsächlich zu erfolgreichen Bestellungen beitragen.
Stelle die relevantesten Zahlungsoptionen in den Vordergrund und verzichte auf Zahlungsmethoden, die zusätzliche Komplexität schaffen, ohne einen erkennbaren Mehrwert für deine Kunden zu bieten.

Ein ideales Payment-Portfolio ist breit genug, um die wichtigsten Kaufsituationen abzudecken – und gleichzeitig fokussiert genug, um den Checkout einfach und intuitiv zu halten.
Quelle: Shopware Andrea Wollny

Anmerkung MDH-Zentrale:
Für unsere MDH-Mitglieder haben wir einen Rahmenvertrag zu Sonderkonditionen mit Nexi Germany GmbH geschlossen. Nexi ist ein Anbieter für den bargeldlosen Zahlungsverkehr im Online-Handel. Nexi vereint alle gängigen Online-Zahlungsmöglichkeiten und übernimmt die finanzielle Abwicklung von Kartenzahlungen (auch Ratenkäufe) für Unternehmen im Online-Endkunden-Geschäft. 
•    Schnelle Einrichtung: Plugins für alle gängigen Shopsysteme, deutschsprachiger Support.
•    Alle wichtigen Zahlarten für einen Payment-Mix, der auf Ihre Kundschaft abgestimmt ist.

Anfrage-Link: https://checkout.nexi.de/lead-meldung-an-nexi?partner_label=MDH%20Holz

Kontakt Nexi Germany GmbH: Michaela Berg, Partnermanager, Tel: +49 951 980 095 29, Mobile: +49 162 131 88 54, Mail: michaela.berg@computop.com 

Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in unserem partner.net unter:  Vertrieb & Vermarktung | E-Commerce | shop MDH-Paket Rahmenvertrag Online-Zahlungsabwicklung.
 

Oliver Wiesen
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