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Solide Basis

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Das Logo wurde von einem der Söhne gestaltet.

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Holz im Garten wurde 2006 ins Sortiment aufgenommen.

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Die ganze Familie ist im Unternehmen aktiv.

Die Unterstützung durch den MDH reicht von A wie Auswahl der Lieferanten über Beschilderung und Kundenführung bis hin zu Z wie Zentralregulierung.

Geografisch liegt Großeibstadt jetzt fast im Zentrum Deutschlands, aber das war nicht immer so. Bis 1989 war hier die Grenze zur DDR in unmittelbarer Nähe. Es gab kein Hinterland und trotz Zonenrandförderung kaum Industrie.

Mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten sollte sich das eigentlich ändern, aber außer der geografischen Neuorientierung können auch heute noch immer nicht allzu viel Veränderungen verzeichnet werden.

Nach wie vor ist die Region landwirtschaftlich geprägt, Handwerk hat hier nach wie vor goldenen Boden und Do-it-yourself ist keine Lebenseinstellung, sondern Notwendigkeit. Nachbarschaftshilfe ist tatsächlich Hilfe und keine professionelle Schwarzarbeit. In dieser Gegend eröffnete Ewald Schmitt 2001 seinen Holzfachmarkt. Auf einer Fläche von 6.500 m2 sind rund 800 m2 überdacht als Ausstellung (in zwei Ebenen), Verkaufsraum und Lager.

Das Gelände bietet genügend Platz, um die Halle zu erweitern. Geplant im nächsten Bauabschnitt sind weitere 100 m2. Rund 1.000 Einwohner zählt die Gemeinde Großeibstadt, und da ist es nicht verwunderlich, dass Ewald Schmitt seinen Aktionsradius vergrößert hat. Sein Einzugsgebiet umfasst einen Radius von etwa 25 km und da mit Laufkundschaft nicht zu rechnen ist, müssen andere Aktivitäten greifen als in einer stark von Autofahrern und Fußgängern frequentierten Gegend.

90 bis 95 Prozent der Kunden sind Endverbraucher, die ständig neu umworben werden müssen. Ein Handwerker kann zum Stammkunden werden, ein Endverbraucher erwirbt nicht sehr oft in seinem Leben einen Parkettfußboden.

Das bedeutet für die Werbung, sich immer wieder im Bewusstsein der Leser, d. h. der potenziellen Kunden zu verankern. In 14-tägigem Wechsel wird in zwei Tageszeitungen geworben, immer mit einem Angebot. Durch die Aufnahme von Gartenholz kann jetzt auch verstärkt saisonale Werbung geschaltet werden. Im nächsten Schritt sollen jetzt Beilagen geplant werden, mit denen, so hofft man, weitere Kundengruppen erschlossen werden können.

Ewald Schmitt ist seit 2004 Mitglied des MDH und hat diesen Schritt noch nie bereut. „Gerade im Bereich Marketing habe ich sehr viel Unterstützung erfahren. Aber auch die Listungsgespräche mit den Lieferanten laufen jetzt viel einfacher.“ Die Unterstützung durch die Zentrale reicht von A wie Auswahl der Lieferanten über Beschilderung und Kundenführung bis hin zu Z wie Zentralregulierung.

Er selbst nutzt auch regelmäßig die Kontakte zu anderen MDH-Mitgliedern. In diesen Gesprächen wurde ihm auch bewusst, dass es starke regionale Unterschiede in den Verkaufsstrategien gibt. Hier in der Saale- Rhön-Region kann als Überschrift für alle Aktivitäten „Keine Experimente“ stehen.

Bodenständig heißt das Stichwort und das zeigt sich sowohl bei den Verkaufsgesprächen als auch bei Auswahl der Produkte durch die Kunden. „70 bis 80 Prozent der Geschäfte entscheiden sich am Verlegetisch,“ ist sich Ewald Schmitt sicher, „hier kann sich jeder davon überzeugen, wie einfach das Verlegen eines neuen Bodens mit einer Klick-Verbindung ist.“

Hier kommt das Gespräch mit den Heimwerkern zustande, die dann noch weitere Einzelheiten zur Verlegetechnik erfragen. „Die Frauen“, so Schmitt weiter, „waren zu diesem Zeitpunkt schon mindestens einmal ohne ihren Mann hier in der Ausstellung gewesen und haben sich bereits für einen bestimmten Boden entschieden. Jetzt soll der Ehemann diese Entscheidung von der technischen Seite her bestätigen.“

Dass es bei diesen Gesprächen zu dem in der Vergangenheit so oft beschworenen Beratungsdiebstahl kommt, ist unwahrscheinlich, meint der Holzfachhändler, der auch in diesem Punkt von der Ehrlichkeit und Fairness seiner Kunden überzeugt ist. Schwerpunkt des Unternehmens sind Fußböden, aber seit vergangenem Jahr das Sortiment um Holz im Garten erweitert wurde, hat sich hier ein weiteres Standbein gebildet.

Türen sucht man fast vergeblich in der Ausstellung: „Hier in der Region gibt es zahlreiche Schreiner, und Türen einschließlich Einbau waren schon immer deren Domäne.“ Schließlich wolle man es ja auch nicht mit dieser Berufsgruppe verderben. Ewald Schmitt ist mit dem vergangenen Jahr zufrieden gewesen.

Für ihn ist Expansion nicht oberstes Gebot. Alles was in die Zukunft weist, soll auf einer soliden Basis stehen, ob es sich nun um die bauliche Erweiterung der Ausstellung handelt oder um die Aufnahme von neuen Sortimenten.


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2010-09-05 up MDH 2007