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Raus aus der Stadt

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Von der Straße aus sichtbar sind Name und Logo...
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Farbliche Unterschiede der Böden kommen bei Tageslicht gut zur Geltung.
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Auch wenn es so aussieht, in dieser Länge ist der Fußboden nicht am Stück erhältlich.
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Hier zeigt sich die nahe Verbindung zum Farben- Spezi, denn eine Farbmischanlage im Holzhandel ist sehr ungewöhnlich.

Vor zwei Jahren hat holzSpezi Prell seinen Sitz aus der Innenstadt von Bad Windsheim in das Gewerbegebiet am Stadtrand verlegt.

Im Jahr 1924 erwarb der Kaufmann und Firmengründer Heinrich Prell im fränkischen Windsheim ein Einzelhandelsgeschäft für Farben, Öle und Drogeriewaren. Nach Jahren stetigen Wachstums wurde im Jahr 1975 der Grundstein für einen wesentlichen Entwicklungsschritt des Unternehmens gelegt.

Neben dem traditionellen Sortimenten Farben, Lacke und Putze wurden nun auch auf Holz-, Isolier- und Trockenbaustoffe, die eine zunehmende Bedeutung im Baubereich gewannen, ins Sortiment aufgenommen. Seit 1991 wird das Unternehmen in der 3. Generation von Karl-Heinz Prell geführt mit einer weiteren Vertiefung des Sortimentes im Bereich Holzprodukte für den Innenausbau und die Raumgestaltung.

Vor zwei Jahren, im Jahr 2005, ist der holzSpezi Prell aus der Innenstadt in das Gewerbegebiet von Bad Windsheim gezogen. Am alten Standort waren die Möglichkeiten erschöpft. Der Standort, der von zwei verschiedenen Standbeinen des Unternehmens genutzt wurde (Farbenspezi – holzSpezi) war zu klein geworden und entsprach in keiner Weise mehr den Anforderungen, die an einen modernen Standort gestellt werden.

Da der Platzbedarf für den Bereich Holz weitaus größer war, wurde dieser Unternehmensbereich ausgelagert. Andererseits hatte der Bereich Holz aber in der Vergangenheit immer von der Symbiose mit den Farben gelebt.

Gerade der Bereich Holzoberflächenbehandlung in den verschiedenen Stufen konnte von Farben Prell bedient werden. Um dieses Geschäft auch am neuen Standort vollständig mitzunehmen, wurde – für einen Holzhandel ungewöhnlich – ein breites Farben und Lacksortiment aufgenommen und sogar eine Farbmischanlage in die Ausstellung integriert.

Zeitgleich mit dem Umzug wurde zur Sortimentsabrundung auch Gartenholz ins Sortiment aufgenommen, ein Schritt, der sich ebenso bewährt hat wie der Schritt aus der Innenstadt in das Gewerbegebiet.

Das neue Gebäude besitzt zwei Ebenen, so dass rund 1.000 m2 für Ausstellung und SB-Bereich zur Verfügung stehen. Das gesamte Grundstück umfasst rund 4.000 m2 und befindet sich in einer frequenzbringenden Nachbarschaft zu zwei Schreinereibetrieben und einem Werkzeughandel. In den neuen Räumen wird das Angebot an Holzprodukten für Boden-, Wand- und Deckengestaltung gezeigt sowie Schnitt-, Profilholz und Holzwerkstoffplatten.

Der neuer Schwerpunkt Holz im Garten umfasst Terrassendielen, Sichtschutzelemente, Carports, Gartenhäuser und Gartenmöbel. Abgerundet werden die Holzsortimente mit umfangreichen Zubehörprodukten von Holzlacken und -lasuren über Schleifmittel, Holzverbinder, Klebstoffe, Leisten und Profile bis hin zu Werkzeugen, Montage- und Beschlagszubehör.

Während zur Zeit des innerstädtischen Standortes noch rund 35 Prozent der Kunden Endverbraucher waren, hat sich dieser Prozentsatz durch den neuen ansprechenden Markt auf 45 Prozent erhöht, ohne dass sich an der Zahl der Handwerkskunden etwas geändert hat. Damit erwies sich sehr schnell nach Bezug des neuen Gebäudes die neue Ausstellung als Kundenmagnet, mit der auch die Kundenfrequenz gesteigert werden konnte. Auffällig ist das Fehlen von Türen im Sortiment. Als Grund dafür gibt Karl-Heinz Prell einen Türenhersteller in der Nähe an, der auch einen sehr offensiven Fabrikverkauf betreibt.

Das Einzugsgebiet liegt in einem Radius von 30 km um Bad Windsheim. Dass für Anlieferungen durch die firmeneigenen 3,5- bzw. 7,5-Tonner eine Lieferpauschale erhoben wird, ist für Karl-Heinz Prell selbstverständlich, allerdings gibt er zu, dass es sich dabei gleichzeitig um eine gewisse Manövriermasse handelt, die einen Vertragsabschluss beeinflussen kann.

Noch nie hat Karl-Heinz Prell die Entscheidung für das holzSpezi-Konzept bereut. Seine Mitgliedschaft im MDH bringt ihm Vorteile – nicht nur finanziell. So wird zeitweilig das NBB-Zentrallager ebenso genutzt wie die MDH-Einkaufsaktionen und -konditionen. Darüber hinaus greift man auf die Unterstützung bei der Erstellung des Werbeplanes und der Gestaltung von Inseraten und Beilagen zurück.

Nicht zu unterschätzen war auch die Unterstützung in der Eröffnungsphase des neuen Marktes, bei der alle Mitarbeiter – inzwischen sind es acht – bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gefordert waren. Mit dem wirtschaftlichen Ergebnis des vergangenen Jahres ist Karl-Heinz Prell zufrieden. Ebenso wie viele seiner Kollegen geht er davon aus, dass die Talsohle durchschritten ist.

Seine mutige Entscheidung zu der doch nicht unbeträchtlichen Investition in wirtschaftlich schwieriger Zeit wird spätestens jetzt gerechtfertigt: Der Mut zum Risiko hat sich gelohnt. Mit dem bislang Erreichten sind aber noch lange nicht alle Aktivitäten beendet. Auch wenn nicht alles direkt umgesetzt werden kann, sind doch noch weitere Veranstaltungen im Gespräch wie zum Beispiel ein „Hartholzfest“, ein „Tag der offenen Tür“

oder eine Veranstaltung gemeinsam mit den beiden Schreinereibetrieben und einem Landschaftsgärtner. Die Ideen scheinen nicht ausgehen und so kann man davon ausgehen, dass bei holzSpezi-Prell auch in den nächsten Jahren immer etwas geboten wird.


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2010-09-05 up MDH 2007