Befragung MDH
Fragen an Thomas Herzner, Geschäftsführer des MDH
HOLZFORUM
Gesamtwirtschaftlich gesehen hat das Jahr 2008 nicht sehr
gut geendet. Wie beurteilen Sie für Ihre Kooperation und die
Kooperationspartner das abgelaufene Jahr?
Herzner:
Für die MDH-Gruppe können wir ein positives Fazit für das
Jahr 2008 ziehen. Der zentralregulierte Umsatz und die Partneranzahl konnten
deutlich gesteigert werden.
Die Mehrzahl der MDH-Partner wird in 2008 ein Ertragsplus erwirtschaften. Dies ist darin begründet, dass sie bereits im letzten Winter umfangreiche Umbauten, neue Präsentationsformen und Marketingmaßnahmen vornahmen.
Aufgrund dieser kundenorientierten Positionierung konnten die Erträge, unabhängig vom Sortimentsschwerpunkt, deutlich verbessert werden. Die Holzhändler, die in den letzten Jahren diesbezüglich keine oder zu geringe Investitionen vorgenommen haben, fielen zurück.
HOLZFORUM;
Was erwarten Sie vom Jahr 2009, wie wird sich der Holzhandel
in den kommenden Monaten entwickeln?
Herzner:
In den ersten Monaten wird auch der Holzhandel von der
allgemeinen Kaufzurückhaltung betroffen sein. Erste Belebungen wird das
Gartengeschäft bringen. Dabei wird vielen MDH-Partnern die deutliche
Positionierung in ihrer Region einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Für die schweren Monate im Jahr 2009 müssen die Holzhändler gerüstet sein.
Das Controlling bekommt dadurch wieder einen wichtigen Stellenwert. Es gilt, die Kosten und die Liquidität den zu erwarteten Einnahmen gegenüber zu stellen und zu reagieren. Die im Jahr 2008 getätigten Marketingmaßnahmen sind für die erwarteten Einnahmen im Jahr 2009 verantwortlich.
HOLZFORUM:
Wo werden Sie Schwerpunkte im Jahr 2009 bei Ihrer
Kooperationsarbeit setzen?
Herzner:
Die MDH-Zentrale wird einen Schwerpunkt im Controlling
setzen. Anhand des Betriebsvergleichs und den Zahlen der einzelnen
MDH-Unternehmen werden Kosten, Erträge, Spannen etc. analysiert und
ausgewertet. Dafür haben wir bereits einen entsprechenden Datenpool aufgebaut.
Unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten vor
Ort wird der MDH-Partner seine betriebswirtschaftlichen Daten besser
interpretieren können und deutliche Ergebnisverbesserungen erzielen.
Ziel ist es, einen permanenten betriebswirtschaftlichen Erfahrungsaustausch für die MDHPartner einzurichten.
HOLZFORUM:
Es ist nicht zu erwarten, dass das Neubauvolumen sich im
Jahr 2009 vergrößern wird. Mit welchen Maßnahmen kann sich der Holzhandel als
Ansprechpartner für Sanieren, Renovieren und Modernisieren besser ins Gespräch
bringen, in welchen anderen Bereichen sollte er sich verstärkt engagieren?
Herzner:
Der Holzhändler muss sich in seiner Region als Anbieter der
kompletten Lösung profilieren. Dies beinhaltet neben den Produkten auch die
Projektbetreuung und die Dienstleistungen. Und dies alles — der Kernzielgruppe
entsprechend — sehr individuell und auf einem qualitativ hohem Niveau.
Für Renovierung, Sanierung und Modernisieren gilt es, von der Logistik, über die Lagerhaltung, Präsentation, Beratung, Werbung, Preisgefüge etc. hoch professionelle Lösungen anzubieten.
Große Anfangsinvestitionen, sofern nicht schon verschiedene
Leistungen vorhanden sind, müssen finanziert werden, oder man muss es ganz sein
lassen. Der beste Wettbewerber in der Region ist der Maßstab.
Weiterhin müssen die Sortimente von der Zielgruppe und von den Projekten, die für die Zielgruppe angeboten werden, her gedacht werden. Dies bedeutet, dass auch viele Ergänzungssortimente ins Spiel kommen die bei der vollständigen Umsetzung des Projektes für die Zielgruppe eine Rolle spielen.
